Lösungsorientierte Kurztherape

Einfach aber nicht leicht

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Die Lösungsorientierte Kurztherapie verbindet sich vor allem mit der Person De Shazers und seinem 1978 gegründeten wissenschaftlichen Institut BFTC in Milwaukee. In den letzten 30 Jahren wurde dort intensiv erforscht, wie Klienten darin unterstützt werden können, Lösungen zu realisieren. Auch wenn es heute, nach seinem Tod und dem seiner Frau Insoo Kim Berg, nicht mehr existiert, bleibt es ein Stück vorbildliche Geschichte in der Entwicklung der Psychotherapie.

Statt Probleme zu analysieren, Diagnosen zu stellen und Behandlungspläne zu entwerfen, wurde dort von Anfang an auf Lösungen hingearbeitet. Erstaunlicherweise funktionierte das gut. Die Klienten erreichten in wenigen Sitzungen stabile Lösungen. Allerdings lösungsorientierte Kurztherapie ist einfach, aber nicht leicht (De Shazer). Sie ist nicht leicht zu verstehen und nicht leicht zu praktizieren.

Entscheidend ist, dass man konsequent auf der Kompetenzebene des Klienten, mit dessen Fähigkeiten (Ressourcen) arbeitet, dass man darauf vertraut, dass sich Veränderungen wie von selbst einstellen, wenn er attraktive Ziele formuliert, dass man weiß, dass Probleme von selbst verschwinden, wenn sich Lösungen realisieren, und dass man fähig ist, die Lösungen des Klienten aus vollem Herzen anzuerkennen.

Daraus ergeben sich als Konsequenzen: ein neues Verständnis, wie Psychotherapie und Coaching funktionieren, neue Methoden, Einstellungen und Haltungen. Lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten unterscheidet sich menschlich und methodisch von herkömmlichen Therapien.

Es ist Ihnen sicher schon aufgefallen, dass wir die Begriffe Psychotherapie und Coaching weitgehend bedeutungsgleich benützen. Das erklärt sich aus dem neuen Verstehen, wie systemisch-lösungsorientierte Psychotherapie arbeitet und wirkt. Sie erfüllt die traditionellen Aufgabenstellungen der Psychotherapie, ist aber in ihren Interventionen eher dem Coaching verwandt.


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